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Test: Vier kompakte 5.1-Lautsprecher mit Design-Ambition
Die Heimkino-Beschallung muss nicht aus großen und auffallenden Boxen kommen. Es geht auch anders. Vier kleine 5.1-Sets mit Design-Ambitionen beweisen es.
Inhaltsverzeichnis
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Da liegt es nahe, dass auch Hersteller von Tonmöbeln auf den Zug aufspringen. Schon damals nahmen sich Grundig und Co. der Formen-sprache an und bauten Kugel- und Würfellautsprecher. Und solche Formen liegen jetzt wieder im Trend: Zwei der Boxen-Sets im Test erinnern stark an diese Ära, die zwei anderen stammen eher aus der Neuzeit.
Alle vier Sets bestehen aus hoch-wertigen Materialien und sind erstklassig verarbeitet. Doch man könnte denken, Furniere seien nirgendwo mehr erhältlich: Alles, was nach "Retro" schreit, ist lackiert – und zwar in Hochglanz. Während bei den drei teureren Boxen-Sets Aluminium als Gehäusematerial verwendet wurde, sind bei Mordaunt-Shorts Set nur die Membranen aus diesem Material gefertigt.
Dennoch ist die Verarbeitung der britischen Kleinstlautsprecher vorbildlich, und die reinen Aluminium-Sets sind nur unwesentlich stabiler. Im Übrigen zeigt die Erfahrung, dass für den guten Ton weniger ein Kriterium entscheidet als vielmehr die Summe der Eigenschaften.
Zunächst ist ein Mindestmaß an Boxenvolumen die beste Basis für guten Klang. Das Volumen sorgt unter anderem für angemessenen Grundton- und natürlich auch Basspegel. Damit ein Lautsprecher nicht nach "Micky Maus" klingt, darf er im unteren Stimmenbereich nicht minderbemittelt sein, muss also bis zum Arbeitsbereich des Subwoofers lü-ckenlos und möglichst pegelfest mu-sizieren können.
Dazu ist neben dem angemessenen Volumen auch ein Mindestmaß an Membrangröße und -hub erforderlich. Es gibt zwar Lautsprecher, die dank aktiver Entzerrung trotz kleinster Membranen den Grundtonbereich bei normaler Zimmerlautstärke an-gemessen wiedergeben, jedoch im Heimkino-Betrieb, wenn es richtig zur Sache geht, mit größeren Boxen nicht mithalten können.
Alle vier Boxen-Sets bieten gute Voraussetzungen, da sie die genannten Kriterien weitestgehend erfüllen. Allen voran das KEF KHT3500SE und das Canton Movie CD 202, die mit immerhin etwa elf Zentimeter großen Chassis bestückt sind. Demgegenüber haben die Boxen-Ensembles von Mordaunt-Short und Focal nur neun bis zehn Zentimeter zu bieten. Wer am Ende die Nase vorn hat, lesen Sie auf den folgenden Seiten.
| Hersteller/Modell | Canton Movie CD 202 | Focal Dome 5.1 | Kef KHT3005SE-W | Mordaunt-Short Alumni |
|---|---|---|---|---|
| Preis in Euro | 1570 | 1850 | 1800 | 900 |
| Ranking im Testfeld | 2. Platz (Highlight) | 2. Platz | 1. Platz (Testsieger) | 4. Platz |
| Testurteil | gut 65 % | gut 65 % | gut 66 % | gut 61 % |
| Preis/Leistung | sehr gut | sehr gut | sehr gut | sehr gut |
| Klangqualität (max. 900) | gut 65 % (586) | gut 65 % (584) | gut 66 & (592) | gut 61 % (552) |
| Natürlichkeit (100) | 62 | 62 | 63 | 52 |
| Auflösungsvermögen (100) | 61 | 61 | 60 | 56 |
| Sprachverständlichkeit (100) | 64 | 63 | 65 | 60 |
| Räumliche Abbildung (100) | 68 | 70 | 70 | 64 |
| Spielfreude (100) | 66 | 66 | 65 | 63 |
| Basspräzision (100) | 68 | 64 | 68 | 67 |
| Tiefgang (100) | 63 | 60 | 63 | 65 |
| Pegelfestigkeit (100) | 64 | 63 | 65 | 60 |
| Set-Harmonie (100) | 70 | 75 | 73 | 65 |
| Ausstattung (max. 80) | befriedigend 48 % (38) | ausreichend 44 % (35) | ausreichend 44 % (35) | befriedigend 45 % (36) |
| Verarbeitung (max. 240) | gut 73 % (175) | gut 73 % (175) | gut 73 % (175) | gut 67 % (160) |
| Anmutung (120) | 85 | 85 | 85 | 85 |
| Material (120) | 90 | 90 | 90 |
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