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TEST: Focal Electra 1038, CC 1008, SR 1000 und SW 1000 für 17.000 Euro
Inhaltsverzeichnis
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- Teil 1 TEST: Focal Electra 1038, CC 1008, SR 1000 und SW 1000 für 17.000 Euro
- Teil 2 7.1-Aufbau
130.000 Euro für ein Paar Lautsprecher Focal Grande Utopia sind Ihnen zu viel, aber der samtige Klang gefällt Ihnen? Dann haben wir etwas für Sie: die Electra-Serie. Sie ist eng verwandt, ähnlich bestückt, aber kostet nur einen Bruchteil.
Grande Utopia – das sind Edel-Lautsprecher, gebaut vom französischen Hersteller Focal für eine erlesene Schar von Bürgern, die sich ein Paar Lautsprecher im Gegenwert einer kleinen Eigentumswohnung leisten können und wollen. Für die meisten Klangliebhaber ist eine solche Anschaffung dagegen reine Utopie.
Doch die Franzosen haben auch Bezahlbares im Programm: Für 17.200 Euro bekommt man eine komplette Heimkino-Beschallung. Im Vergleich zu Grande Utopia ein Schnäppchen. Erst recht, wenn man bedenkt, dass die neue Electra-Serie alle entscheidenden Zutaten der Vorzeige-Boxen geerbt hat.
Beginnen wir mit der Verarbeitung: Auch hier gehört Electra zur Spitze der Branche und muss den Vergleich mit der Edel-Anlage nicht scheuen. Schaut man sich die Chassis einmal näher an, so kommt man zu dem Schluss, dass auch hier nicht gespart wurde. Alle Tief-/Mitteltöner schwingen mit sogenannten Sandwich-W-Membranen: Diese sind mit einem speziellen Schaumkern zwischen zwei Gewebelagen aus Glasfasern fixiert.
Je nach Einsatz – ob Mitteltöner oder Tieftöner – kann durch eine dickere Kernschicht aus Schaum die innere Dämpfung erhöht sprich angepasst werden. Die Entwicklung dieser aufwendigen Schwingeinheiten reicht bis in die 80er Jahre des letzten Jahrhunderts zurück. Sechs 16er-Membranen schwingen in den beiden Standboxen 1038 Be II im Bass, während jeweils eine 16er-Membran für die Mitten verantwortlich zeichnet.
Lange Jahre galt Titan als das Maß aller Dinge, wenn es um das beste Verhältnis von Steifigkeit zu Gewicht bei Hochtonmembranen ging. Focal
hat vor einigen Jahren eins drauf gesetzt. Das extrem teure Leichtmetall Beryllium weist gegenüber Titan bei vorgegebenem Gewicht die siebenfache Steifigkeit auf. Die Vorteile: nach oben ausgedehnter Frequenzbereich, höhere Effizienz und mithin bessere Impulsgenauigkeit.
Dieses Markenzeichen der Franzosen hat heute einen Reifegrad erreicht, der sich hören lassen kann. Alle Hochtöner der Electra-5.1-Beschallung sind mit solchen konkaven Kalotten bestückt – allerdings bestehen sie heute aus Beryllium. Gegenüber der klassischen konvexen Kalotte, bei der die Schwingspule am äußeren Rand sitzt, ist die Schwingspule des Focal-Hochtöners etwa auf halbem Wege zum Zentrum fixiert.
Das hat den Vorteil, dass die kleine Kuppel besser "gestützt" angetrieben wird, so dass man das Partialschwingungsverhalten am oberen Übertragungsende gezielt beeinflussen kann. Der Kalottendurchmesser beträgt nicht 25 mm – wie sonst üblich –, sondern 27 mm, was eine etwas tiefere Ankoppelung an den Mitteltöner und mithin ein besseres Abstrahlverhalten in diesem Bereich ermöglicht.
Ausgefeiltlte Technik
Im Zentrum jeder Heimkino-Anlage steht der Center-Lautsprecher, über den der Großteil des akustischen Geschehens läuft. Daher gebührt ihm besondere Aufmerksamkeit.
Focals CC 1008 Be II ist ein mächtiger Koloss, bestückt mit zwei 16er-Sandwich-W-Membranen und dazwischen einer Mittel-/Hochton-Einheit mit der High-Tech-Kalotte und einem 80 Millimeter großen Mitteltonkonus. Die vertikale Anordnung der beiden Chassis gewährleistet eine gute horizontale Abstrahlung, so dass auch seitlich sitzende Zuhörer in den Genuss einer tonal ausgewogenen Wiedergabe kommen.
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