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Testbericht

TEST: Digital-Sound-Projektor Yamaha YSP-5100

Video-HomeVision


Michael Jansen

4. Mai 2010

Inhaltsverzeichnis 1/2

Seit einigen Jahren ist eine neue Gattung an Schallwandlern auf dem Markt, die Heimkino-Klänge mit nur einer Lautsprecherzeile verspricht. Yamahas neueste Kreation YSP-5100 treibt diese Spezies auf die Spitze.

Grundsätzlich muss man unterscheiden zwischen einem Soundbar, der nur virtuellen Raumklang im Kopf des Betrachters erzeugt, und dem, der tatsächlich 5.1 oder sogar 7.1 in den Hörraum projiziert. Letzteren nennt man "Digital-Sound-Projektor".

Und wer hat ihn erfunden? Cambridge Mechatronics, eine britische Forschungsschmiede. Lizenznehmer des patentrechtlich geschützten Klangprojektors sind unter anderem Yamaha und inzwischen auch Loewe.

Der Clou: Die Surround-Kanäle werden durch gezielte Reflexionen über die Seiten-, Rückwand und sogar die Decke in Richtung Zuhörer transportiert. Das Ergebnis: Der Hörer nimmt den Schall – wie bei einem diskreten Rear-Speaker – von hinten wahr, obwohl er vorne im Klangbalken entsteht. Eine geniale Idee, die Yamaha bis ins Detail optimiert hat.

Damit diese Kanäle für guten Rundumklang auch von der Seite und hinten geortet werden, müssen die Schallanteile stark gebündelt und nach genau bestimmter Laufzeit und Pegel vom Soundriegel losgeschickt werden. Um das zu erreichen, sind in Yamahas YSP-5100 40 vier Zentimeter große Breitband-Chassis, zwei elf Zentimeter große Tieftöner und zwei 25 Millimeter große Hochtöner verbaut – eine Menge Chassis für ein Heimkino.

Dahinter steckt ein ausgeklügeltes System: Durch Zusammenschalten, aber zeitversetzte Ansteuerung der Chassis lässt sich – ähnlich wie das Licht bei einer Taschenlampe – auch der Ton bündeln und punktgenau ausrichten. Die Breitbänder werden über einzelne Class-D-Endstufen derart angesteuert, dass der Schall auf die Seitenwände projiziert und über die Rückwand reflektiert am Hörplatz ankommt.

Die beiden 11er-Chassis links und rechts außen im Balken, angetrieben von zwei 20-Watt-Endstufen, übernehmen den tieffrequenten Part der Ton-Übertragung beziehungsweise fungieren mit den beiden Hochtönern als Zwei-Wege-Boxen im Stereobetrieb.

So komplex das System arbeitet, so einfach haben die Japaner die Einstellung hinbekommen. Nachdem man via On-Screen-Menü die Raumdimensionen und Hörposition des eigenen Hörraums eingegeben hat, darf man sich zurücklehnen: Yamahas Sound-Projektor misst sich automatisch ein. Alles, was er dazu braucht, steckt im Lieferumfang: ein kleines Stativ aus Pappe und ein Mikrofon mit langem Kabel.

"Nicht verwenden" Test Stereo & Surround: Sound-Projektor 05/10
Bild vergrößern 937 261 http://img4.magnus.de/-quot-Nicht-verwenden-quot-Test-Stereo-amp-Surround-Sound-Projektor-05-10-r937x261-C-3973b5ff-30760612.jpg Bis zu vier Quellen mit HDMI-Ausgang finden am Yamaha Zugang. Ein HDMIAusgang leitet das Bild zum Fernseher.

Bis zu vier Quellen mit HDMI-Ausgang finden am Yamaha Zugang. Ein HDMIAusgang leitet das Bild zum Fernseher.

Eine ca. zweiminütige Rauschprozedur ermittelt das Reflexionsverhalten des Hörraums sowie die geeigneten Reflexionsflächen und passt die Übertragungsfunktion so an, dass die Tonalität rundum passt. Bei Bedarf lässt sich der Sound-Projektor auch manuell einstellen, doch dann wird es deutlich komplexer und ein sorgfältiges Studieren der Bedienungsanleitung unabdingbar.

Mit 1,2 Metern Breite ist der Yamaha der ideale Spielpartner für 50-Zoll-Displays. Der bislang aufwendigste Soundprojektor bietet neben einem HDMI-Ausgang inzwischen vier HDMI-Eingänge, zwei analoge und drei digitale Ton-Eingänge. Des Weiteren findet auch analoges Bild über einfaches Video oder YUV Zugang zum Yamaha, um dort gleich über HDMI wieder ausgegeben zu werden.

Die Yamaha-Ingenieure haben an alles gedacht: So kann man etwa Lip Sync einstellen (eine Tonverzögerung, um Bild und Ton in Einklang zu bringen). Neben einem Klangregelwerk findet man auch ein komplettes Lautsprecher-Setup für die Einbindung eines externen Subwoofers. Dieser darf auch per Funk via Adapter Kontakt zur Basis aufnehmen.

Und was darf heutzutage bei einem Gerät dieser Gattung und Klasse nicht fehlen? Eine drahtlose Steuerung via iPod oder iPhone. Dazu gibt es optional eine Docking-Station.





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