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Test: Canton Vento - Lautsprecher für das Heimkino für 5000 Euro
Inhaltsverzeichnis
2/2
- Teil 1 Test: Canton Vento - Lautsprecher für das Heimkino für 5000 Euro
- Teil 2 Stereobetrieb
Gar nicht so schlank
Eigenentwicklung: Cantons patentierte Wave-Sicke erlaubt einen um bis zu 40 Prozent größeren Membranhub bei vorgegebenem Verzerrungswert.
Warm im Grundton und satt im Bass gehen die zierlichen Boxen zur Sache. Klasse, wie sie etwa das Nachschwingen der Saiten des akustischen Basses reproduzieren – ohne aufzudicken, sondern differenziert Ton für Ton. Auch das zarte Anschlagen des Beckens geben die Boxen sauber wieder.
In Sachen Abbildungspräzision blieben ebenfalls keine Wünsche offen: Auf den Punkt genau stand die Sängerin vor der Hörjury. Ergebnis: mit Bravour bestanden, eine Runde weiter.
Im Surround-Betrieb muss das Set allerdings noch weitere Qualifikationen mitbringen. Als da wären: homogene Rundum-Beschallung, Pegelfestigkeit und Tiefbass-Potenzial. Im Action-Thriller "Passwort: Swordfish" konnten gleich alle Punkte abgeklopft werden. In Sachen gleichartiger Tonalität von allen Seiten gab es nichts zu beanstanden.
Wenn beispielsweise ein Hubschrauber von hinten rechts nach vorne links über das Publikum hinweg fliegt, dann bleibt das eindringliche Geräusch der donnernden Rotorblätter weitestgehend konstant, ohne dass es die Klangfarbe ändert – so wie es sein soll.
Bei der Verfolgungsfahrt durch die Stadt sind Crashs an der Tagesordnung. Hier sind Pegelfestigkeit und Tieffrequenz-Potenzial besonders gefragt. Beides beherrscht Cantons Vento-Set souverän, wenngleich extrem tiefe Tonlagen unter 30 Hertz mit Zurückhaltung reproduziert werden.
Dies ist jedoch kein richtiges Manko, da zum einen nur äußerst selten tieffrequente Inhalte in den Filmen vorkommen und zum anderen der aktive Subwoofer im Gegenzug in seinem Wirkungsbereich umso mehr Pegelreserven offenbart.
Testprofil
5.1-Lautsprecher
82 Prozent
Überhaupt hat man beim Vento-Set den Eindruck, dass es in puncto Lautstärke kaum Grenzen kennt. Obwohl der Lautstärkeregler schon mächtig aufgedreht ist, wirkt das Set nicht laut, sondern einfach nur dynamisch – ein untrügliches Zeichen für geringe Verzerrungen in der Wiedergabekette.
Eine derart gut auflösende Beschallung offenbart auch Dinge, die man ansonsten kaum wahrgenommen hätte: Nebengeräusche wie etwa Stoffrascheln, aber auch eine misslungene Nachvertonung einzelner Geräusche, wenn etwa der Nachhall nicht zum Raum passt. Alles das gelangt an die Oberfläche.
Aus dem Messlabor
Tonal zeigen alle Lautsprecher des Vento-Sets einen ähnlichen und ausgeglichenen Charakter. Die leichte Grundton- und Oberbass-Anhebung sorgt beim Set für einen tendenziell warmen Klang und mithin für stressfreies Langzeithören.
Selbst im Winkel von 30 Grad, seitlich gemessen, weicht die Übertragungsfunktion nur wenig von der Ideallinie ab. Ein Hochpassfilter schützt die Standboxen unterhalb von etwa 30 Hertz vor allzu großen Membran-Auslenkungen. Der sauber abgestimmte Subwoofer reicht zwar nicht sehr tief in den Frequenzkeller, dafür ist er extrem pegelfest.
Fazit
Das Vento-Set macht alles richtig. Es klingt neutral und breitbandig, es kann laut sein und die Zuhörer verzaubern: und zwar so, dass man vergisst, dass man nur einen Film schaut. So muss ein Set entwickelt sein, dann klappt es auch mit dem Ton.
Das Canton-Set in Bildern 1 von 5
Das Canton-Set Vento 880 DC, 856, 810, AS 850 SC
Das Canton-Set Vento 880 DC, 856, 810, AS 850 SC
Inhaltsverzeichnis
- Teil 1 Test: Canton Vento - Lautsprecher für das Heimkino für 5000 Euro
- Teil 2 Stereobetrieb

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