Er ist kein Klang-Beamer und auch kein aktiver Soundbar. Aber was ist der KHT 8005 von KEF eigentlich? Sechs Kanäle, reduziert auf vier Gehäuse, also Heimkino so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich – das ist der aktuelle Trend.
Aftermarket nennt man ihn in der Automobilbranche: einen Markt für Produkte, die Serienware aufmöbeln. So wie sich im Car-Hi-Fi-Sektor über viele Jahre der Serienklang durch Nachrüst-Hi-Fi stark verbessern ließ, so ist auch der Fernsehton der schönen neuen Flat-TVs verbesserungswürdig.
Egal, ob Klang-Beamer, Surround Virtualizer oder Soundbar: Alle wollen dem Kinoton nacheifern, aber möglichst nicht auffallen und optisch zum Flachbildschirm passen.
Neben diesen Komplettsystemen mit Lautsprechern inklusive Elektronik gibt es auch Systeme für den Surround-Freund, der schon die Elektronik in Gestalt eines Surround-Recei-vers besitzt. Er hat sich zuletzt einen trendigen Flachbild-Fernseher zugelegt und sucht nun nach einer Heim- kino-Beschallung.
Hier kommt das 5.1-Set KEF KHT 8005 ins Spiel. Es besteht aus einem 96 Zentimeter breiten Klangbalken, der alle drei Frontkanäle nicht vir- tuell erzeugt, sondern diskret abstrahlt. Dazu gesellen sich ein obli- gatorischer Subwoofer sowie zwei Surround-Böxchen, welche eher an Accessoires von Apple erinnern als an Rear-Speaker.
5.1-Surround-Set Kef KHT 8005
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Haptik und Optik erinnern eher an Apple-Accessoires als an Rear-Speaker. Ob an der Wand oder auf optionalen filigranen Ständern: Der HTS 7001 macht immer eine gute Figur.
© Video HomeVision
Im Vergleich zu den Virtualizern und Klang-Beamern bietet das KEF-Set eine authentischere Kulisse im Rückraum dank realer Rear-Speaker. Dafür muss man zwei kleine Boxen unterbringen und verkabeln – ganz abgesehen vom benötigten Receiver.
Wer eine Verkabelung der rückwärtigen Lautsprecher scheut, kann das KEF-Set "Wireless" optional erwerben. Wireless besteht aus drei kleinen Kästchen: einem Sender und zwei Empfängern mit jeweils einer 50- Watt-Endstufe. Der Sender funkt das Audiosignal zu den Empfängern, die direkt bei den Rear-Speakern stehen. Die unschöne Verkabelung durch das halbe Wohnzimmer bleibt einem so erspart. Die Kosten: 600 Euro.
KEF setzt beim Bestücken des vor-deren Klangbalkens auf seine bewährten Uni-Qs: Das sind Koaxial-Lautsprecher, die ein nahezu ideales Abstrahlverhalten zeigen. Da der Hochtöner im Zentrum des Tief-/Mitteltöners auf dem sogenannten Polkern fixiert ist, entsteht der Schall quasi in einem Punkt und die Schallabstrahlung ist punktsymmetrisch.
Damit ist gewährleistet, dass auch nicht in der Mitte sitzende Personen in den Genuss eines ausgewogenen Klangs kommen. Gerade fürs Heim-kino ist gleicher Klang auf allen Plätzen von höchster Priorität.
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Die zierlichen Klemmen nehmen zwar keine großen Kabel-Querschnitte auf, doch Querschnitte für übliche Kabellängen bis 15 Meter.
© Video Homevision
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Die zierlichen Klemmen nehmen zwar keine großen Kabel-Querschnitte auf, doch Querschnitte für übliche Kabellängen bis 15 Meter.
Unterstützt werden die drei gerade mal 75 Millimeter großen Koaxialtreiber für links, Mitte und rechts von jeweils einem ebenso großen Tieftöner und einer Passivmembran, die eine Art Bassreflexwirkung zeigt. Zusammen soll so jeder Kanal bis etwa 100 Hertz hinunter schwingen können.
Mitgelieferte Wandbefestigungen helfen, den Klangbalken unter den Fernseher zu montieren. Alternativ darf der Frontbalken auch auf einem Sideboard Platz nehmen. Dazu liefert KEF zwei flache gummierte Unterlagen, die der Form des Soundbars an-gepasst sind. Das Gehäuse hat ein stabiles Aluminiumprofil, das eventuell störende Resonanzen ausschließt. Als Finish gibt es ausschließlich Hochglanz-Schwarz.
Die rückwärtigen Kleinstlautsprecher – ebenfalls aus Alu und schwarz glänzend – beherbergen zwei 50 Mil-limeter große Chassis und einen 19-Millimeter-Hochtöner mit Alu-Membran. Neben den mitgelieferten Wandhalterungen lassen sich auch filigrane Ständer verwenden.