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Sanyo Xacti HD - Camcorder im Test
Sanyos Xacti-Reihe verfolgt eine einmalige Optik, die einer Pistole gleicht. Neben frischen Farben, ausgefeilten Funktionen und HD-Features gibt es jedoch auch Negatives über das Modell HD 700 zu berichten.
Der kompakte Camcorder HD 700 von Sanyo bemüht sich nicht gerade um das typische Aussehen seiner Kollegen. Damit frischt der Hersteller die ansonsten recht schnöden Designs dieser Gerätesparte auf, wagt sich allerdings auch auf dünnes Eis. Der schmale Griff der HD 700 ist zu klein für große Hände. Voll umklammert liegt der Daumen zu weit abseits von allen Steuerelementen.
Für den Zoom und die Bestätigung zur Aufnahme reicht es gerade noch. Die Anordnung der Bedienelemente, die aus einem Steuer-Cursor und einem Schiebregler für den Zoom bestehen, ist logisch und einfache Symbole erklären die Funktionen auf einen Blick. Der Cursor leidet unter dem häufigen Problem, dass die Bestätigung gerne auch in einer Bewegung innerhalb des Menüs endet. Die Linse schützt ein separater, loser Deckel.
Die HD-Kamera nimmt im 720p-Format, also mit 1280 x 720 Pixeln, auf und speichert Videos direkt im effizienten MP4-Format (H.264-Codec). Standbilder zeichnet der 1/2,5-Zoll-Bildsensor von Sanyo mit nativ 7 Megapixeln auf. Das entspricht einer Auflösung von 3072 x 2304 Bildpunkten. Wer noch mehr will, kann den interpolierten Modus mit zehn Megapixeln auswählen. An der Bildqualität ändert sich allerdings nichts. Die native Variante ist für scharfe Aufnahmen allemal besser. Schlechtes Licht macht der HD 700 zu schaffen und hebt eine Schwäche hervor: die Fokussierung. Je schwächer das Licht, desto unentschlossener zoomt der Camcorder umher.
Bei Testaufnahmen mit einem Bücherregal im Hintergrund und einem Display im Vordergrund, wechselte die HD 700 ständig hin und her. Dieses Problem lässt sich mit dem Wechsel von der 9-Punkte-Messung auf den Modus "Mitte" beseitigen. Gegenlicht gleicht der Bildsensor schnell aus und erholt sich ebenso schnell wieder davon. Bei zu starken Lichtquellen, etwa einem Studioscheinwerfer, fängt das Bild an den hellsten Stellen an zu zittern. Dies ist allerdings schon eine extreme Belastung für einen Camcorder dieser Klasse.
Starke Farben
Bei den Testaufnahmen zeigte sich der HD 700 sehr farbfreudig. Auch bei Hauttönen arbeitet der Sensor gut, wenn er auch einen leichten Rotstich aufweist. Im Judder-Test arbeitete die Kamera konstant gut und glich schnelle Bewegungen akzeptabel aus. War die Bewegung zu schnell, wurden Fragmente sichtbar. Generell ist der HD 700 flott unterwegs und setzt Schwenks gut und zackig um.
Im Audio-Bereich machte die Camcorder- undPistole nur anfangs einen guten Eindruck. Im Test waren Sprachaufzeichnungen gut verständlich. Auch bei ungünstigen Verhältnissen, etwa mit einem Ventilator in der Nähe, ist das gesprochene Wort gut hörbar.
Die verschiedenen Farben der Xacti- Serie bringen Abwechslung in das sonst eher triste Erscheinungsbild der Camcorder.
Jedoch wird dieses klare Audio-Bild von extrem lästigen Nebengeräuschen geplagt. Jede Bewegung führt Knackser und Klopfgeräusche herbei. Obendrein ist der Motor des Fünffach-Zoom- und Objektives deutlich in Aufnahmen zu hören. Hier liegen Mechanik und Mikrofon einfach zu nah aneinander. Solche Störungen lassen sich selbst von Profis auf dem Rechner kaum herausfiltern. Kopfhörer verbindet man über einen 3,5-mm-Stecker an der Vorderseite unterhalb der Linse.
Vielfalt im Dock
Obwohl die Kamera so schlank ist, kann sie das aufgezeichnete HDSignal über einen HDMI-Port ausgeben. Sanyo lagert die dafür notwendige Technik aus und legt der HD 700 eine Dockingstation bei. Geparkt verbindet sich die Kamera nicht nur mit Fernsehern via HDMI. Proprietäre Kabel ermöglichen Verbindungen über Komponente als auch via S-Video und Composite. Audio übertragen die Kabel auch in Form von Stereo-Cinch. Bei Videokabeln erscheint eine proprietäre Lösung noch in Ordnung – Sanyo wendet ein eigenes Steck-System aber auch beim USB-Kabel an.
Testprofil
SanyoXacti HD 700- www.sanyo.de
- 600 Euro
Mini-HD-Camcorder
70 Prozent
- Testurteil
- gut
- Preis/Leistung
- gut
Die passende Strippe liegt bei. Der Akku der HD 700 wird im Dock aufgeladen. Ist eine Verbindung zum PC hergestellt, gibt es verschiedene Einsatzbereiche. Im Display der Kamera erscheint eine Auswahl mit zwei Möglichkeiten: mit einem Computer oder Drucker verbinden. Innerhalb der Option "Computer" fungiert die Kamera auf Wunsch als Kartenleser, MTP (Massenspeicher- undModus), Bildschirmspeicher aber auch als PC-Kamera (Webcam). Im Vergleich zu gängigen Webcams ist die Qualität wesentlich besser. Der Weißabgleich ist schneller und es stören auch weniger Fragmente.
Fazit
Der HD 700 ist kein High-End-Modell und zeigt dies zuweilen störend. Das laute Surren des Zoom- Motors in Videos trübt beispielsweise die eingefangene Urlaubsstimmung. Gut sind das Dock und die Features wie Webcam & Co.
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