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Testbericht

Projektor: Epson EH-TW6000W im Test

Video-HomeVision Roland Seibt

Raphael Vogt | Profil | Kontakt
Roland Seibt | Profil | Kontakt

26. Januar 2012

Epson bietet mit dem EH-TW6000W einen der ersten Full-HD-Projektoren an, die ihr Signal mit voller Auflösung per Funk erhalten können. Integrierte Lautsprecher und erstaunliche Helligkeit prädestinieren das Gerät für Gaming und Wohnzimmer.

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Derzeit ist das Angebot an Projektoren in der bisherigen Mittelklasse zwischen 1.000 und 2.000 Euro recht dünn gesät. Epson schickt gleich zwei Versionen seines neuen Beamer-Modells ins Rennen:

1. Der EH-TW6000 punktet vor allem mit seiner Bildhelligkeit und zwei eingebauten ordentlichen Lautsprechern. 2. Sein großer Bruder EH-TW6000W mit "W" (wie Wireless) lag der Redaktion zum Test vor. Auf die typischen Distanzen, wie sie innerhalb eines Zimmers auftreten, kann die Funkstrecke ein HDMI-Signal verlustfrei senden.

Auch sonst hat Epson den EH-TW6000 ordentlich ausgestattet. 3D kann er natürlich wiedergeben – und zwar wie alle aktuellen Projektoren mit Shuttertechnik. Angenehmerweise liegt der Packung auch gleich zumindest eine LCD-Brille bei. ELPGS01 heißt diese bei Epson. Sie arbeitet mit Knopfzellen und Synchronisation per Infrarot. Weitere Brillen sind schon für 79 Euro pro Stück erhältlich.

Die Stereolautsprecher an Bord machen ordentlich Dampf. Alle relevanten analogen Anschlüsse außer der aussterbenden S-Video-Buchse, dazu VGA für ältere PCs und zwei 3D-fähige HDMI-Eingänge sind vorhanden. Eine Steuerung per RS-232 ist möglich und die USB-Buchse erlaubt Diashows von JPEG-Fotos.

Auch im Inneren mangelt es nicht an aktueller Technik. Die neue Light Engine verwendet wieder eine in zwei Geschwindigkeiten regelbare adaptive Blende. De-Interlacer und Scaler sind selbstverständlich. Eine Reihe geometrischer Entzerrer für angewinkelte Projektion liefert der Scaler gleich mit. Eine Zwischenbild-Berechnung für bestimmte Videofrequenzen ist eingebaut, ebenso eine Schaltung zum Entruckeln von 24 Hertz.


Gute Basisausstattung plus 3D

Das Objektiv bietet zwar mit seinem weitreichenden Zoom eine gute Flexibilität in Sachen Projektionsdistanz und Bildgröße, aber leider keinen Lensshift. Der voreingestellte Offset von 50 Prozent platziert den Projektor genau auf Leinwand-Unterkante beziehungsweise -Oberkante.

Die elektronischen Trapezkorrekturen sind vor allem für jene Nutzer sinnvoll, die den Projektor nur gelegentlich aufstellen, etwa zum Spielen mit der Konsole oder für den Fußballabend mit Freunden – auch wenn echte Heimki-no-High-Ender darüber die Nase rümpfen.

Überhaupt scheinen Epsons Produktdesigner Durchschnittsanwender im Visier gehabt zu haben. Das beginnt bereits mit der Farbauswahl Weiß für das stromlinienförmige Gehäuse. Es geht weiter damit, dass die meisten Betrachter wohl hinter dem Projektor Platz nehmen, weshalb die Kühlluft vorne eingesaugt und erwärmt auch wieder ausgeblasen wird – jeweils aus den großen Lüftungsgittern neben dem Objektiv.

Das dürfte vor allem Konsolenspielern mit Kinekt und Wii entgegenkommen, die nicht noch mehr ins Schwitzen kommen, weil womöglich die warme Abluft sie anbläst.

Halbkreisförmig um das Objektiv haben die Entwickler eine Batterie von Infrarot-LEDs zur Synchronisation der 3D-Brillen positioniert. Selbst unter Winkel und bei fünf Metern Distanz über eine Leinwand mit niedrigem Gain gehorchte die 3D-Brille dem Takt des Emitters ohne Widerspruch. Wenn man mehr Kontrolle benötigt, kann man auch noch einen externen Infrarot-Sender anschließen.





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