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Kino-Kritik: Star Wars 3D: Episode 1 - Die dunkle Bedrohung
Die "Star Wars"-Saga ist nicht einfach nur eine Filmreihe. Zumindest nicht für die Fans. Leidenschaftliche Anhänger von Darth Vader, Obi-Wan Kenobi, Yoda und Luke Skywalker kennen die Details jeder Episode wie ihre Westentasche und reagieren empört, wenn daran herumgebastelt wird - selbst, wenn es "Star Wars"-Schöpfer George Lucas ist, der seinen Science-Fiction-Klassiker optimieren will. Die Kritik an der generalüberholten Blu-ray-Box machte das mehr als deutlich. Nun kommt "Star Wars Episode 1 - Die dunkle Bedrohung" (1999) in 3D in die Kinos. Es stellt sich die unvermeidliche Frage: Muss das sein?
Konturloses 3D-Debakel
1 von 16George Lucas gibt keine Ruhe: Nachdem er seine "Star Wars"-Saga für Blu-ray Disc noch einmal überarbeitet hat, kommt nun "Star Wars 3D: Episode 1 - Die dunkle Bedrohung" in der dritten Dimension in die Kinos.
© 2011 Twentieth Century FoxGemessen am derzeit grassierenden 3D-Fieber lautet die Antwort vermutlich zwangsweise "Ja". Wenn James Cameron seine "Titanic" (1997) noch einmal in der dritten Dimension in den eisigen Fluten des Atlantiks sinken lässt, Disney "Die Schöne und das Biest" (1991) und Pixar "Findet Nemo" (2003) für das 3D-Kino aufbereitet, will sich offenbar auch George Lucas nicht lumpen lassen. Das Ergebnis ist jedoch alles andere als zufriedenstellend. Immerhin ergänzte der Meister die etwas lieblos erzählte und wenig spannende Geschichte dieses Mal nicht um weitere Szenen.
Auch in der dreidimensionalen Variante des Sternenabenteuers müssen Obi-Wan Kenobi (Ewan McGregor) und Qui-Gon Jinn (Liam Neeson) die Königin Amidala (Natalie Portman) vor den Truppen der aggressiven Handelsföderation retten. Bei einem Zwischenstopp auf dem Wüstenplaneten Tatooine entdecken sie den jungen Anakin Skywalker (Jake Lloyd), der später zur dunklen Seite der Macht überwechseln soll. Bei einem Podrennen, das eine großartige Kulisse für ausgefeilte 3D-Effekte geboten hätte, aber enttäuschend zweidimensional ausgetragen wird, zeigt der Knirps sein Potenzial.
Nein, die Macht des 3D-Kinos war leider nicht mit George Lucas. Lediglich die Sequenzen, die in der Unendlichkeit des Alls spielen, überzeugen mit einer sehr gelungenen räumlichen Tiefe. Die auch in 2D bereits beeindruckende Weite wird so noch intensiver erlebbar. Allerdings auf Kosten der Schärfe: Zu oft wirkt das Bild verwaschen, sind die Kontraste schwammig. Auf Pop-Out-Effekte verzichtete Lucas gänzlich - schade, denn gerade die Schlacht gegen Ende des Films hätte viele Möglichkeiten für gelungene optische Schmankerl geboten. Das Geld für eine teure 3D-Vorstellung können sich "Star Wars"-Fans also ruhigen Gewissens sparen.
| Filminfo | |
|---|---|
| Filmbewertung | akzeptabel |
| Filmname | Star Wars 3D: Episode 1 - Die dunkle Bedrohung |
| Originaltitel | Star Wars 3D: Episode I - The Phantom Menace |
| Starttermin | 09.02.2012 |
| Regisseur | George Lucas |
| Genre | Science Fiction |
| Schauspieler | Liam Neeson |
| Schauspieler | Ewan McGregor |
| Schauspieler | Natalie Portman |
| Entstehungszeitraum | 2012 |
| Land | USA |
| Freigabealter | 6 |
| Verleih | Fox |
| Laufzeit | 133 Min. |
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