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Kino-Kritik: Sex On The Beach
Die Briten fahren gerne in Urlaub. Billig muss er sein, und inklusive Strand für den obligatorischen Sonnenbrand. Zudem dürfen Clubs, lange Partynächte und viel Alkohol nicht fehlen. Das Ziel lautet: Saufen. Und vielleicht ein bisschen Geschlechtsverkehr. Nur durch die Mutmaßung, dass in derart gängigen Klischees doch mehr Wahrheit steckt, als der Queen lieb sein kann, wäre zu erklären, warum die (hoffentlich gewollt) schlechte Teenieklamotte "Sex On The Beach" schon jetzt als erfolgreichste britische Komödie der letzten zehn Jahre beworben wird.
Sie wollten doch nur saufen
1 von 16Irgendwo zwischen "American Pie", "Eis am Stil" und Schlimmerem: "Sex On The Beach" provoziert Fremdscham.
© Universum FilmVier Teenager wollen also so einen Urlaub. Die Schule haben die Jungs gerade hinter sich, jetzt muss es nur noch mit den Mädels klappen. Also auf nach Kreta, um im Partyort Malia die Puppen tanzen zu lassen. Das Problem liegt auf der Hand beziehungsweise in ihren Gesichtern: Ladykiller sehen anders aus. Jay (James Buckley) versteckt seine Jungfräulichkeit hinter Machosprüchen, Simon (Joe Thomas) hat zu viel Gel im Haar und will seine Ex-Freundin zurück. Neil (Blake Harrison) steht auf Gesichtsbräuner und alte dicke Frauen, und Will (Simon Bird), der die Geschichte des armseligen Trips erzählt, ist ein neunmalkluger Nerd - immerhin mit einem Ansatz von Humor.
Natürlich lernen die vier Freunde vier sehr charmante Mädchen kennen, die schon optisch in einer höheren Liga spielen als ihre Gegenüber; natürlich aber freunden sie sich über Umwege an - und kommen sich sogar näher. Klar, dass die Jungs ihre Chancen erst mal versemmeln. Und genauso klar, dass die Handlung hiermit auserzählt ist und die Gags in der Kalauerkomödie genauso schmalbrüstig daherkommen wie ihre Protagonisten. Alles gipfelt auf dem legendären Partyboot, Kacke an der Nase, Kotzen auf knutschende Pärchen, Blowjobs, Eifersucht und späte Einsichten inklusive.
"Sex On The Beach" ist eine besonders unterhaltungsarme Mischung aus "The Big Bang Theory", "American Pie", "Hangover", "Eis am Stiel" und etlicher Postpubertätsproduktionen, deren Namen zu Recht in Vergessenheit gerieten. Ja, Fremdscham provoziert das Stück durchaus - aber nicht in so genialer "The Office"- oder "Little Britain"-Manier, wie es britischer Humor eigentlich kann, sondern durch sein dilettantisches Drehbuch (Iain Morris, Damon Beesley).
Wie aber ist der Erfolg an den englischen Kinokassen zu erklären? Zum einen sind die vier Hauptdarsteller dank der preisgekrönten Serie "The Inbetweeners", auf der die Komödie (Originaltitel: The Inbetweeners Movie) aufbaut, auf der Insel tatsächlich Comedystars. Und zum anderen kennen die Briten sich und die Klischees ihrer Urlaubsvorlieben wohl doch besser, als wir Deutschen es tun ...
| Filminfo | |
|---|---|
| Filmbewertung | enttäuschend |
| Filmname | Sex On The Beach |
| Originaltitel | The Inbetweeners Movie |
| Starttermin | 02.02.2012 |
| Regisseur | Ben Palmer |
| Genre | Komödie |
| Schauspieler | Simon Bird |
| Schauspieler | Joe Thomas |
| Schauspieler | James Buckley |
| Entstehungszeitraum | 2011 |
| Land | GB |
| Freigabealter | 16 |
| Verleih | Universum |
| Laufzeit | 96 Min. |
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