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Kino-Kritik: Black Gold
Bildgewaltiges Erzählkino ist sein Metier: Ob "Der Name der Rose" (1986) oder "Sieben Jahre in Tibet" (1997) - Regisseur Jean-Jacques Annaud schafft es, seine Filme opulent und fesselnd zu inszenieren. Auch das Wüstenepos "Black Gold" macht da keine Ausnahme. Im Stile des mit sieben Oscars ausgezeichneten Monumentalfilms "Lawrence von Arabien" (1962) begibt sich Annaud auf die Reise in eine fremde, faszinierende Kultur und erzählt seinem Kinopublikum manchmal etwas unübersichtlich eine Geschichte von Liebe, Krieg und Traditionen.
Von Taktik und Weisheit
1 von 15Bildgewaltig erzählt "Black Gold" vom Schicksal eines jungen arabischen Prinzen.
© 2011 Universal StudiosSeinen Ausgang nimmt das Geschehen irgendwann in den 1930er-Jahren in dem kleinen Wüsten-Fürstentum Hobeika, wo Prinz Auda von Salmaah (Tahar Rahim) seit seiner Kindheit lebt: Zusammen mit seinem Bruder wurde er Nessib (Antonio Banderas), dem Emir von Hobeika, von seinem Vater Amar (Mark Strong), Sultan von Salmaah, als Friedenspfand übergeben. So sollte sichergestellt werden, dass die rivalisierenden Stämme einander nicht angreifen und der "Yellow Belt", das Grenzgebiet zwischen ihren Ländereien, als Pufferzone dient.
Doch mit der Entdeckung von Öl in dem Landstrich wittert Nessib das große Geschäft und sendet Auda als Botschafter in seine Heimat zurück. Der junge Mann, den Tahar Rahim mit enormer Ausdrucksstärke verkörpert, ist inzwischen ein Gelehrter und versteht nur wenig von Politik und Kriegskunst. Doch als er die Lebenswelt seines Vaters kennenlernt, beginnt er umzudenken und beschließt, seinen eigenen Weg zu gehen.
In fantastischen Kamerafahrten, die die Weite und Schönheit der Wüste einfangen, zeigt Annaud, wie Auda seiner Bestimmung folgt und vom Bücherwurm zum Stammesfürsten reift. Dabei verzichtet er auf übermäßig viel Pathos, sondern folgt seinem Protagonisten eher beobachtend. Das hat allerdings zur Folge, dass dessen Handeln und Motive nicht immer hinterfragt werden und es somit gelegentlich etwas schwierig ist, die Entwicklungen nachzuvollziehen.
Dennoch ist "Black Gold" zu keiner Zeit langatmig oder überfrachtet. Lediglich die Liebesgeschichte zwischen Auda und Nessibs Tochter Leyla (Freida Pinto) wirkt manchmal etwas zwanghaft in das politische Geschehen integriert. Alles in allem aber gelang es Annaud, ein ansehnliches Lehrstück über arabische Geschichte, Kultur, Tradition und Lebensweise zu schaffen und dabei auch noch gut zu unterhalten.
| Filminfo | |
|---|---|
| Filmbewertung | überzeugend |
| Filmname | Black Gold |
| Originaltitel | Black Gold |
| Starttermin | 09.02.2012 |
| Regisseur | Jean-Jacques Annaud |
| Genre | Drama |
| Schauspieler | Tahar Rahim |
| Schauspieler | Antonio Banderas |
| Schauspieler | Mark Strong |
| Entstehungszeitraum | 2011 |
| Land | F / Q |
| Freigabealter | 12 |
| Verleih | Unviersal |
| Laufzeit | 130 Min. |
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