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Film-Kritik: Roller Girl
Baaaamm! Eine Gegnerin rammt Bliss (Ellen Page) mit Wucht gegen die Absperrung. Reglos bleibt das Mädchen am Boden liegen. Doch dann rappelt es sich langsam wieder hoch und rollt unter dem Jubel der Zuschauer auf wackeligen Beinen zurück zur Bank - man muss eben auch einstecken können. Das gilt nicht nur fürs Roller Derby, bei dem Bliss so einige Blessuren erleidet, sondern fürs Leben ganz allgemein. Drew Barrymore erzählt in ihrem Regiedebüt "Roller Girl" (2009) keine sonderlich originelle Geschichte. Doch die gut gelaunten Schauspieler und die ungewöhnliche Kulisse des Roller Derbys machen diese kleine Schwäche der Coming-of-Age-Komödie, die jetzt auf DVD und Blu-ray Disc erscheint, schnell vergessen.
Girl-Power auf acht Rollen
1 von 7Volle Kanne ins Klischee: "Roller Girl" ist nicht gerade sonderlich innovativ - macht aber einen Heidenspaß.
© SenatorStell dir vor, es ist Abschlussball, und keinen interessiert's. Für einen Teeniefilm aus den USA eigentlich undenkbar, hier passiert es trotzdem: Bliss (Ellen Page) hat in ihrem letzten Jahr an der High School eben andere Sorgen, als das beliebteste Mädchen der Prom zu sein - sie wüsste erst mal gerne, wer sie eigentlich ist. Die Schönheitskönigin, zu der ihre Mutter (Marcia Gay Harden) sie unbedingt machen will? Der kleine Nerd, auf den ihre Mitschüler herabschauen? Das schlaue, aber krankhaft schüchterne Mädchen, das ihre beste Freundin (Alia Shawkat) in ihr sieht? Von wegen. Bliss ist eine Kampfmaschine!
Die 17-Jährige entdeckt das Roller Derby für sich. Dabei treten zwei Teams auf Rollschuhen gegeneinander an, versuchen sich gegenseitig zu überholen oder eben genau das zu verhindern - mit allen Mitteln. Ihre Schrammen und blauen Flecken tragen die Spielerinnen wie Orden zur Schau. Bliss geht in der rauen Kumpeligkeit der Truppe auf, findet zu neuem Selbstbewusstsein und zur ersten großen Liebe. Es gibt nur ein Problem: Bliss ist minderjährig. Und darf deshalb eigentlich gar nicht mitspielen ...
| Filminfo | |
|---|---|
| Filmbewertung | überzeugend |
| Filmname | Roller Girl |
| Originaltitel | Whip It! |
| Regisseur | Drew Barrymore |
| Genre | Komödie |
| Schauspieler | Ellen Page |
| Schauspieler | Marcia Gay Harden |
| Schauspieler | Juliette Lewis |
| Entstehungszeitraum | 2009 |
| Land | USA |
| DVD | |
| Titel | Roller Girl |
| Studio | Senator |
| Vertrieb | Universum |
| Bildformat | 2,40:1 (anamorph) |
| Tonsystem | Dolby Digital |
| Sprachen | Deutsch (5.1), Englisch (5.1) |
| Extras | Alternativer Anfang; Entfallene Szenen; Interviews: Drew Barrymore, Ellen Page |
| Freigabealter | 12 |
| Laufzeit | 106 Min. |
| Erhältlich ab | 03.02.2012 |
| Preis | ca. 10 Euro |
| EAN Code | 0886978109293 |
| Anspieltipp | 3 |
| Bewertung Bild | gut |
| Bewertung Ton | befriedigend |
| Bewertung Extras | ausreichend |
Die rasante Selbstfindung der sympathischen Heldin präsentiert sich auf DVD und Blu-ray Disc in sauberer, nur selten ein wenig weicher Optik. Die kräftigen Farben und tiefen Schwarztöne des Bildes passen perfekt zu den ebenfalls eher wenig dezenten Roller Girls. Größere Unterschiede gibt es beim Ton: Während die HD-Spur der BD wenigstens hin und wieder während der Roller Derbys für Stadionatmosphäre sorgt, kommt mit dem etwas flacheren DVD-Ton wesentlich weniger Stimmung auf. Die deftigen Dialoge allerdings sind auf DVD ebenso gut verständlich wie auf BD. Der auf beiden Discs etwas knapp bemessene Bonusteil enthält einige zusätzliche Szenen sowie Interviews mit Regiedebütantin Drew Barrymore und Hauptdarstellerin Ellen Page.
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