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Film-Kritik: Nader und Simin - Eine Trennung
Den Blick in eine fremde Welt erlaubt "Nader und Simin", der Siegerfilm der Berlinale 2011 und Golden Globe-Gewinner 2012. Die Arbeit von Regisseur Asghar Farhadi, der sein eigenes Drehbuch verfilmte, wurde mit reichlich Lorbeeren bedacht: Der Goldene und die Silbernen Bären gingen allesamt an die Mitwirkenden dieses Films, der eine private und emotionale Geschichte erzählt, obwohl er voll Politik steckt. Jetzt erscheint das Ausnahmewerk auf DVD und Blu-ray Disc.
Vorbildlich erzählt
1 von 6"Nader und Simin" verquickt meisterhaft Zufall und Notwendigkeiten, während die tragische Geschichte zweier iranischer Familien erzählt wird.
© AlamodeNader (Peyman Moadi) und seine Frau Simin (Leila Hatami) können sich nicht einigen, wie die gemeinsame Zukunft aussehen soll. Simin möchte das Land verlassen, um Tochter Termeh (Sarina Farhadi) eine "bessere Zukunft" zu ermöglichen, ihr Mann entscheidet sich dafür, bei seinem kranken Vater zu bleiben.
Während Simin zunächst zu ihren Eltern zieht, wohnt Termeh weiterhin bei ihrem Vater. Durch die neue Situation muss Nader jemanden einstellen, der ihm hilft, seinen dementen Vater zu pflegen. Die junge Razieh (Sareh Bayat) übernimmt diese Aufgabe. Doch dann passiert ein Unglück, das alle Betroffene an ihre Grenzen bringt.
Alles an diesem Drama ist vorbildlich: Das Drehbuch folgt einer inneren Logik, die von Stabilität geprägt ist, die Ereignisse sind perfekt verwoben und lesen sich wahrhaftig und echt. Niemand würde unter dieser Oberfläche Elemente eines Thrillers vermuten. Doch die Handlung ist in sich spannend, weil das Leben im Iran unberechenbar scheint und von Gesetzen bestimmt wird, die dem hiesigen Publikum fremd sind. Ehe man sich versieht, stehen nicht nur eine Ehe, sondern Leben auf dem Spiel. Scheinbar klare Wahrheiten werden verändert - auf zutiefst menschliche Weise.
Das Bild von DVD und Blu-ray Disc ist angenehm weich und vor allem auf BD sehr sauber; auch die Schärfe stimmt. Nur die Farben sind manchmal ein wenig blass. Der Ton gibt die Dialoge in beiden Formaten klar und deutlich wieder, bleibt aber etwas zu flach und frontlastig. Der Bonusteil beider Discs enthält zwar nicht viele, dafür aber aufschlussreiche Beiträge: Interviews mit der sympathischen Hauptdarstellerin und dem Regisseur sowie eine kurze Dokumentation über seine Arbeit.
| Filminfo | |
|---|---|
| Filmbewertung | ausgezeichnet |
| Filmname | Nader und Simin - Eine Trennung |
| Originaltitel | Jodaeiye Nader az Simin |
| Regisseur | Asghar Farhadi |
| Genre | Drama |
| Schauspieler | Leila Hatami |
| Schauspieler | Peyman Moadi |
| Schauspieler | Shahab Hosseini |
| Entstehungszeitraum | 2011 |
| Land | IR |
| DVD | |
| Titel | Nader und Simin - Eine Trennung |
| Studio | Alamode |
| Vertrieb | Alive |
| Bildformat | 1,85:1 (anamorph) |
| Tonsystem | Dolby Digital |
| Sprachen | Deutsch (5.1), Farsi (3.0) |
| Extras | Interviews: Asghar Farhadi (Regie), Leila Hatami (Darstellerin); Kurzdoku Asghar Farhadi |
| Freigabealter | 12 |
| Laufzeit | 118 Min. |
| Erhältlich ab | 27.01.2012 |
| Preis | ca. 15 Euro |
| EAN Code | 4013575597895 |
| Anspieltipp | 3 |
| Bewertung Bild | befriedigend |
| Bewertung Ton | befriedigend |
| Bewertung Extras | ausreichend |
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