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Film-Kritik: Kill The Boss
Nur 17 Prozent aller Arbeitnehmer sind mit ihrem Chef zufrieden, so eine internationale Studie. Mit einem Titel wie "Kill The Boss" (2011) kann Regisseur Seth Gordon also eigentlich nur punkten. Und tatsächlich mangelt es im Film trotz totaler Überdrehtheit nicht an Identifikationsmöglichkeiten - vor allem, aber nicht ausschließlich, für Arbeitnehmer. Die herrlich schwarzhumorige Komödie ist jetzt auf DVD und Blu-ray Disc erhältlich.
Weg mit dem Chef
1 von 7Bei "Kill The Boss" kommen nicht nur Arbeitnehmer auf ihre Kosten.
© WarnerNick (Jason Bateman) arbeitet sich seit acht Jahren den Rücken krumm, in der Hoffnung, sein sadistischer Chef Dave Harken (überragend: Kevin Spacey) möge ihn endlich befördern. Zahnarzthelfer Dale (Charlie Day) kann sich hingegen der allzu eindeutigen Avancen seiner Chefin Julia (Jennifer Aniston) kaum erwehren. Und Kurt (Jason Sudeikis) muss seit dem plötzlichen Tod seines väterlichen Vorgesetzten (Donald Sutherland) das nicht besonders sonnige Gemüt von dessen koksendem Sohn Bobby (kaum zu erkennen: Colin Farrell) ertragen.
Kündigen kommt jedoch für keinen von ihnen in Frage: In Zeiten der Wirtschaftskrise liegen Jobs nicht auf der Straße. So beschließen sie an einem besonders verzweifelten Abend, sich der Tyrannen zu entledigen. Denn "wenn es gerechtfertigt ist, ist es kein Mord". Doch selbst mit fachmännischer Beratung (Jamie Foxx) gestaltet sich das gar nicht so einfach.
Seth Gordon schuf eine sympathische Komödie, die das Publikum auf originelle Weise anspricht, ohne sich anzubiedern. Das liegt auch an seiner mutigen Entscheidung, die ewigen Sidekicks zu Hauptdarstellern und die ewigen Hauptdarsteller zu Nebenfiguren zu machen. Vor allem Letztere genießen es sichtlich, dass die Handlung ausnahmsweise nicht auf ihren Schultern lastet. Ihre kleinen, völlig überzeichneten Rollen lassen ihnen Freiräume, die ihnen zumeist verwehrt werden: Colin Farrell darf hässlich sein, Jennifer Aniston eine fiese Schlampe und Kevin Spacey ... nun ja, Kevin Spacey darf sowieso alles.
Vom Glück des Gemeinseins erzählt auch eine der amüsanten Featurettes auf der Blu-ray Disc. Dazu kommen ein ungewöhnliches Making Of über die Entstehung des Soundtracks sowie einige entfallene Szenen. Käufer der DVD werden lediglich mit den gleichen entfallenen Szenen abgespeist - was vor allem deshalb negativ auffällt, weil auf BD der Film ohnehin schon in einer erweiterten Version vorliegt.
Das Bild der BD ist scharf und sauber, lediglich im Hintergrund schleicht sich gelegentlich ein feines Bildkorn ein. Die DVD bietet weniger Schärfe, dafür aber satte Farben. In Sachen Ton sind beide Discs gleichwertig: frontlastig, aber mit sattem Klang und einem nachdrücklichen Bass ausgestattet. Die Dialoge sind jederzeit klar verständlich - so entgeht dem Zuschauer keine der zahlreichen Spitzen.
| Filminfo | |
|---|---|
| Filmbewertung | ausgezeichnet |
| Filmname | Kill The Boss |
| Originaltitel | Horrible Bosses |
| Regisseur | Seth Gordon |
| Genre | Komödie |
| Schauspieler | Jason Sudeikis |
| Schauspieler | Jason Bateman |
| Schauspieler | Charlie Day |
| Entstehungszeitraum | 2011 |
| Land | USA |
| DVD | |
| Titel | Kill The Boss |
| Studio | Warner |
| Vertrieb | Warner |
| Bildformat | 2,40:1 (anamorph) |
| Tonsystem | Dolby Digital |
| Sprachen | Deutsch (5.1), Englisch (5.1), Spanisch (5.1) |
| Extras | Entfallene Szenen |
| Freigabealter | 16 |
| Laufzeit | 94 Min. |
| Erhältlich ab | 05.01.2011 |
| Preis | ca. 12 Euro |
| EAN Code | 5051890053305 |
| Anspieltipp | 3 |
| Bewertung Bild | befriedigend |
| Bewertung Ton | befriedigend |
| Bewertung Extras | mangelhaft |
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