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Film-Kritik: Johnny English - Jetzt erst recht
Sechs Jahre lang, zwischen 1989 und 1995, hatte Rowan Atkinson als "Mr. Bean" einfachste Slapstick-Ideen originell umgesetzt und weltweit ein großes Publikum erobert. In "Johnny English - Jetzt erst recht" (2011) kann sich Atkinson nicht entscheiden, ob er eine ernstere Nummer aus dem "Spion, der es versiebte"machen will oder doch lieber an den eigentlich abgelegten Mr. Bean erinnern will. Und so ist der zweite Film mit dem tölpelhaften Spion eine ziemlich langweilige, überraschungsfreie und selten witzige Angelegenheit, die nun auf DVD und Blu-ray Disc erscheint.
Raus aus dem Kloster, rein ins Abenteuer
1 von 8Nach dem Erfolg von "Johnny English" war die Fortsetzung der Agenten-Persiflage nur eine Frage der Zeit.
© UniversalHatte "Johnny English" 2003 noch 3,5 Millionen Zuschauer in die deutschen Kinos gelockt, musste sich die Fortsetzung mit 1,6 Millionen Besuchern begnügen. Die sahen zunächst einen Rowan Atkinson, der wenig mehr zu tun hat, als sich ein halbes Dutzend Mal auf die Katze seiner Chefin (Gillian Anderson) zu setzen, während sie mit ihm den Auftrag besprechen will.
Okay, ein penetrantes Augenzucken wird Atkinson ebenfalls abverlangt: ein Langzeitschaden seiner missglückten Mission in Mosambik. Deren Ausgang führte dazu, dass sich Johnny English beschämt ins buddhistische Exil zurückzog. Jetzt kehrt er zurück, um mit gefährlichen Informanten zu verhandeln und den chinesischen Premierminister zu retten.
"Jetzt erst recht" ist eine zähe Veranstaltung, die sich über gute 100 Minuten zieht, in denen kaum Kurzweil geboten wird. Vorhersehbare, unzählige Male wiederholte Witze werden ohne jeden Charme vorgetragen. Da nützen die schicken Schauplätze Hongkong, Macao und die französischen Alpen wenig. Auch das attraktive Ex-Bond-Girl Rosamund Pike rettet als Psychologin nicht viel.
Die DVD enthält lediglich eine überschaubare Menge an Zusatzmaterial: einen Audiokommentar, zusätzliche Szenen und ein kurzes Featurette. Da ist die Blu-ray Disc besser ausgestattet und bringt zusätzlich ein Making Of sowie drei weitere Featurettes mit.
Auf beiden Discs gelungen ist der klare und präzise abgemischte 5.1-Ton, der die Bässe recht mutig nutzt und eine Menge räumliche Effekte aufbietet. Auf BD liegt lediglich die englische Fassung in HD-Qualität vor. Kaum Klagen kommen beim Blu-ray-Bild auf, das die Farben treffend wiedergibt und auch bei Schärfe und Kontrast überzeugt. Auf DVD wirkt die Optik bisweilen etwas zu weich, hier macht sich bei größeren Flächen auch ein leichtes Rauschen bemerkbar.
| Filminfo | |
|---|---|
| Filmbewertung | enttäuschend |
| Filmname | Johnny English - Jetzt erst recht |
| Originaltitel | Johnny English Reborn |
| Regisseur | Oliver Parker |
| Genre | Komödie |
| Schauspieler | Rowan Atkinson |
| Schauspieler | Rosamund Pike |
| Schauspieler | Gillian Anderson |
| Entstehungszeitraum | 2011 |
| Land | GB |
| DVD | |
| Titel | Johnny English - Jetzt erst recht |
| Studio | Universal |
| Vertrieb | Universal |
| Bildformat | 2,40 (anamorph) |
| Tonsystem | Dolby Digital |
| Sprachen | Deutsch, Englisch, Türkisch |
| Extras | Audiokommentar Oliver Parker (Regie) Hamish McColl (Drehbuch); Entfallene und verpatzte Szenen; Featurette: Die Rollstuhljagd |
| Freigabealter | 6 |
| Laufzeit | 97 Min. |
| Erhältlich ab | 09.02.2012 |
| Preis | ca. 15 Euro |
| EAN Code | 5050582869323 |
| Anspieltipp | 2 |
| Bewertung Bild | gut |
| Bewertung Ton | gut |
| Bewertung Extras | mangelhaft |
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