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Testbericht

Der Teufel-Pioneer-Pakt

Video-HomeVision


Stefan Schickedanz

14. Januar 2009

Inhaltsverzeichnis 1/4

High-End-Bild und -Ton genießen, ohne Kompatibilitätsprobleme oder Installationsarien, das verheißt der Griff zur KURO-Link-Kette von Pioneer. Mit Teufel-Boxen bringt sie THX nach Hause.

Eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Nach diesem Grundsatz stellte man sich bisher seine Anlagen zusammen und logischerweise lieferte die Anlage mit den besten Komponenten die beste Gesamtleistung ab. Dies hat sich mit der Digitaltechnik, vor allem mit der Verbindung über HDMI, geändert. Diese Norm bietet sehr viele Optionen der Übertragung von Bild und Ton sowie der bedientechnischen Kooperation, aber kein Gerät leistet alles, was aktuell spezifiziert ist. So kann beispielsweise ein bestimmter Blu-ray-Player nur perfekt mit bestimmten TV-Geräten zusammenarbeiten, wenn die hochauflösenden DeepColor-Modi genutzt werden, was durch einen dazwischengeschalteten Verstärker wieder unterbunden werden könnte.

Mit den komfortablen, teils vollautomatischen Steuerbefehlen von HDMI-CEC wird die Bedienung einer Anlage extrem komfortabel, doch nur wenige Kombinationen nutzen den sehr umfassenden Kommandosatz mehr als nur ansatzweise. Man muss jetzt also eher in Kombinationen denken als in besten Einzelleistungen und beim Kauf in erster Linie darauf achten, dass das Zusammenspiel optimal klappt. Das ist nur mit markenreinen AV-Ketten eines Herstellers mit Vollsortiment perfekt der Fall. Und wenn dann noch das Design der Geräte so gut abgestimmt ist wie im von uns getesteten Paradefall Pioneer, kann fast gar nichts mehr schiefgehen.

Blu-ray-Player BDP-LX 71

In der ersten Generation von Blu-ray-Playern galt Pioneer als Qualitätsreferenz, nicht zuletzt weil hier 24p erfunden wurde, die kinogerechte Filmwiedergabe, ohne die heute kein Player und kein TV-Gerät mehr auskommt. Seither sind viele Bits den Datenstrom hinuntergeflossen, doch im neuen BDP- LX 71 setzt Pioneer immer noch auf Qualitäts-Innovationen. 24p und native Filmwiedergabe sind natürlich mit an Bord, brandneu ist hingegen die Anti-Jitter-Schaltung PQLS. Laut Pioneer basiert das System erstmals auf Kuro-Link-Befehlen, die die Taktfrequenz des Quellgerätes steuern, je nachdem wie schnell das Zielgerät (Verstärker) Daten benötigt.

Test/Focus: Systemanlage
Bild vergrößern 818 781 http://img1.magnus.de/Test-Focus-Systemanlage-r818x781-C-82b2153b-25063231.jpg Pioneer DVR-LX 61; Pioneer BDP-LX 71; Pioneer SC-LX 71

Pioneer DVR-LX 61; Pioneer BDP-LX 71; Pioneer SC-LX 71

Damit wären die gröbsten Probleme der Digitalübertragung ein-für allemal beseitigt. PQLS funktioniert jedenfalls exzellent bei CD-Wiedergabe, sodass HDMI die elektrische Digitalverbindung klanglich weit hinter sich lässt. Das Abschalten der Video-Elektronik zeigt den größten Einfluss hingegen bei analoger Tonwiedergabe. Das Display des Gerätes ist dimmbar, selbst die Fernbedienung wirkt wertig. Pioneer hat diesmal insgesamt auf edle Technik weitaus mehr Wert gelegt, als auf Multimedialität. So besitzt der wunderschöne Player faszinierende Sensortasten, jedoch werden DLNA- Netzwerkfunktionen und vor allem die Fotowiedergabe des Vorgängers schmerzlich vermisst.

Pioneer hat BonusView (Bild-im-Bild) integriert, aber BD-live gibt es nicht – für diese Preisklasse äußerst schade. Dafür ist die Umsetzung von HDMI-CEC, hier Kuro-Link genannt, beispielhaft gelöst. Automatisches Ein" Ausschalten wird durch die Bedienbarkeit über die TVFernbedienung ergänzt, sowohl über Steuermenüs im TV-OSD als auch die Weiterleitung von Fernbedienungscodes. Der Player gibt sich im HDMINetz mit Namen zu erkennen und spielt erfreulich gut mit den anderen getesteten Komponenten zusammen.

Testprofil

PioneerBDP-LX 71
www.pioneer.de
800 Euro

Blu-ray-Player

90 Prozent

Besonderheiten
PQLS Anti-Jitter für CD, Sensortasten, HDMI-Highspeed schaltbar, sehr viele Einstellungen zur Bildoptimierung

Testurteil
überragend
Preis/Leistung
sehr gut

Das Bild des BDP-LX 71 ist exzellent. Durch die Highspeed-Übertragung in DeepColor holt er in Kombination mit dem richtigen Fernseher sanftere Farbübergänge bei einer erhöhten Auflösung aus BD- und DVD-Filmen. Die Farbabdeckung von feinen Strukturen wirkt im Standardmodus YCC 422 vielleicht sogar zu scharf. Die mannigfaltigen Bildeinstellungen polieren jede Bildquelle für jedes angeschlossene Display perfekt auf.

Welcher DVD-HDD-Recorder und AV-Receiver zum Einsatz kommt, erfahren Sie auf Seite 2...






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