Ein wirkliches Novum
Das wirkliche Novum steckt jedoch im Subwoofer. Waren bisher mindestens zwei 30er-Chassis vonnöten, um die strengen Vorgaben bezüglich Tiefgang und Maximalpegel zu schaffen, so ist dies Teufel erstmals mit nur einer 30 Zentimeter großen Bassmembran gelungen.
Der extreme Langhuber weist zudem einen sehr hohen Wirkungsgrad auf, was die benötigte Verstärkerleistung verringert. Waren es beim Subwoofer des Sets Theater 8 noch 1000 Watt, so reduziert sich der Bedarf des S 8000 SW auf 500 Watt.
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Neben Line-Ein- und Ausgängen hat der Teufel-Bassist auch Lautsprecher-Ein- und Ausgänge zu bieten. Der 500-Watt-Verstärker stellt ausreichend Reserven zur Verfügung.
© Video Homevision
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Neben Line-Ein- und Ausgängen hat der Teufel-Bassist auch Lautsprecher-Ein- und Ausgänge zu bieten. Der 500-Watt-Verstärker stellt ausreichend Reserven zur Verfügung.
Der Bass arbeitet nach dem Downfire-Prinzip. Das heißt: Das Chassis strahlt in Richtung Fußboden. Durch diese Anordnung erreicht man unter anderem einen leicht verbesserten Wirkungsgrad und mithin einen höheren Maximalpegel. Eine rückwärtige Bassreflex-Öffnung unterstützt zudem das Chassis am unteren Übertragungsende.
Via Fernbedienung lassen sich die Phase auf 180 Grad schalten, die Lautstärke variieren beziehungsweise mit einer THX-Taste der eingebaute Subwoofer-Verstärker optimal aussteuern sowie der Bass stummschalten.
Adel verpflichtet
Schon das Vorgänger-Set, das Theater 8 THX Ultra 2, erhielt in unzähligen Tests seines Produktlebens Referenzstatus. Umso gespannter waren wir, was das System 8 THX Ultra 2 zu bieten hat. Erst recht, weil der Subwoofer schon einmal in Video-HomeVision 03/2010 (Seite 71) bewiesen hat, was in ihm steckt – er führt seitdem die Bestenliste der Aktiv-Subwoofer an. Doch vor der Kür kommt die Pflicht: das Aufstellen und Einpegeln.
Man sollte darauf achten, dass insbesondere die drei vorderen Satelliten auf Ohrhöhe stehen oder zumindest mit ihrer Hauptabstrahlachse auf Ohrhöhe zielen. Denn vertikal ist die Abstrahlung der Front-Lautsprecher S 800 FCR prinzipbedingt nicht so gleichmäßig wie horizontal. Bei den Dipolen ist die Platzierung in der Höhe nicht ganz so kritisch, für beste diffuse Wahrnehmung sollten sie genau seitlich an der Wand hängen.
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Alle drei Frontboxen zeigen in der Tendenz eine vom Bass zu den Höhen leicht ansteigende Flanke, was zu dem eher frischen, analytischen Klangcharakter beiträgt. Der Subwoofer ist das Sahnestück des Sets: 19 Hertz untere Grenzfrequenz und ein Maximalpegel von 114 Dezibel sind schon eine Klasse für sich.
© Video Homevision
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Alle drei Frontboxen zeigen in der Tendenz eine vom Bass zu den Höhen leicht ansteigende Flanke, was zu dem eher frischen, analytischen Klangcharakter beiträgt. Der Subwoofer ist das Sahnestück des Sets: 19 Hertz untere Grenzfrequenz und ein Maximalpegel von 114 Dezibel sind schon eine Klasse für sich.
Nun zur Kür: Auch in Verbindung mit den System-8-Satelliten spielte der Subwoofer wieder sehr druckvoll und präzise. Der Übergang zu den Satelliten war "bruchlos", also auch der Oberbass kam mit dem nötigen Kick. Zunächst durfte die Jazz-Sängerin Carol Kidd die stereophonen Qualitäten ausloten.
Der akustische Bass tönte sauber konturiert, während sie gut ortbar ihre Balladen ins Mikrofon hauchte. Die eher dunkel timbrierte Aufnahme ließ keine Offenheit vermissen. Man konnte die Lippenbewegungen förmlich "sehen".
Es folgte das Live-Konzert des Singer-Songwriters Allan Taylor in Rundum-Klang. Wieder war die Stimme präzise zu orten, hatte diesmal jedoch etwas wenig Brustton. In den eher intimen Räumlichkeiten war der Applaus phänomenal realistisch. Zwischenfazit: klasse Ortbarkeit bei tonal tendenziell frischer Abstimmung.
Nun zum Heimkino im wahrsten Wortsinn. John Travoltas Monolog am Anfang des Action-Films "Pass-wort: Swordfish" fesselte die Jury sogleich. Feine Nebengeräusche wie etwa das Zischen des Feuerzeugs beim Anzünden seiner Zigarre oder vermeintlich nebensächliche Hintergrundgeräusche zogen einen alsbald in das Geschehen hinein.
Und genau das ist es, was gutes Heimkino ausmacht. Wenn der Ton passt, ist man emotional stärker involviert. Die folgenden Explosionen verdaute die Wiedergabekette ohne Murren und auch die Verfolgungsjagd später im Film lässt keinen Zweifel an der beeindruckenden Qualität des Sets.
Kurzum: Das Teufel-Set gehört bei Video-HomeVision zu den besten drei Heimkino-Beschallungen in der Kategorie 5.1-Kompakt-Sets – und das zu einem unschlagbaren Preis.
Fazit
Testurteil: sehr gut 76 %; Preis/Leistung: sehr gut
Die nüchterne, offensive Spielart wird vielleicht nicht jedem Musikfreund gefallen. Dafür bringt das Teufel-Quintett alle nötigen Eigenschaften für erstklassiges Heimkino mit wie Dynamikpotenzial, Sprachverständlichkeit und enormes Bassvermögen. Bravo!
Den ausführlichen Wertungskasten mit alle Daten und Bewertungen finden Sie in der Video-Homevision 9/2010.