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TEST: Focal Electra 1038, CC 1008, SR 1000 und SW 1000 für 17.000 Euro
Inhaltsverzeichnis
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Bipolare Surround-Boxen: Die Doppel-Monobestückung der Surround-Lautsprecher erlaubt bei 7.1-Ansteuerung die Nutzung eines rückwärtigen Lautsprechers als Surround- und Surround-back-Speaker. Ansonsten setzt Focal weniger auf diffuse Dipole, sondern auf direkte Bipole, also auf gleichphasige und mithin breite Abstrahlung der beiden Einheiten in einer SR 1000 Be II.
Somit gibt es dazwischen keine Auslöschung, sondern eine Addition der Schallanteile. Wenn man einen 7.1-Aufbau realisieren möchte – also mit "Rear"- und "Surround back"-Kanälen – nutzt man die Doppelbestückung der Electra SR 1000 Be II und steuert sie getrennt mit "Rear" und "Surround back" an.
Beim Subwoofer SW 1000 Be II hat Focal richtig geklotzt: Das 33 Zentimeter große Tiefton-Chassis kann mit 600 Watt Leistung aufwarten. Eine Fernbedienung in kompakter Checkkartengröße hilft, die nötigen Einstellungen bei Bedarf auch bequem vom Sitzplatz aus vorzunehmen.
Kommen wir nun zum Hörtest. Hier gilt: Das beste Heimkino klingt gar nicht. Das heißt: Es spielt so unauffällig, dass es nicht vom eigentlichen Geschehen ablenkt, sondern nur das Bild unterstützt. Ein weiteres untrügliches Zeichen für den guten Ton: Selbst mit aufgedrehtem Lautstärkeregler wirkt er nicht zu laut oder gar nervig, sondern nur sehr dynamisch.
So auch die Focal-Beschallung. Das Set spielt unaufdringlich und doch deutlich, kann bei leisen Passagen überzeugen und aus dem Nichts Dynamiksprünge hinlegen, die den Zuhörer erschrecken können.
Testprofil
5.1 Lautsprecher
93 Prozent
Ob eine ruhige Szene läuft wie der Anfang von "Mr. & Mrs. Smith" mit Gewitter, prasselndem Regen im Hintergrund und der umgebenden Musikkulisse oder ob es explosiv wird wie später im Film: Immer bewahrt die Franzosen-Kombi Contenance und macht nie einen angestrengten Eindruck. Klasse, mit welcher Wucht und hörbar unkomprimiert Explosionen den Hörraum unter Druck setzen.
Unbeeindruckt wagen sich die sechs Focal-Lautsprecher auch an schwer verdauliche Action-Kost. Wenn etwa in "X-Men" Dächer abgehoben werden oder Fensterscheiben zerbersten oder wenn im Thriller "Passwort: Swordfish" eine lebende Splitterbombe einen halben Straßenzug durchsiebt, immer scheint das Electra-Set in seinem Element zu sein. Diese Souveränität hat schon Referenz-Status.
Aus dem Messlabor
Der auffallendste Punkt im Messlabor ist der Tiefgang der Frontbox. 26 Hertz untere Grenzfrequenz sind normalerweise schon für aktive Subwoofer nicht leicht zu erreichen, doch die Standboxen schaffen das sogar passiv. Und das mit einer mittleren Empfindlichkeit von immerhin 86 dB in einem Meter Abstand bei 2 Volt Eingangsspannung. Wo ist also der Haken? Die Maximallautstärke ist etwas begrenzt.
Alle Boxen zeigen in der Tendenz vom Bass zu den Höhen eine leicht fallende Flanke, was zu dem eher warmen, nie lästigen Klangcharakter beiträgt. Tonal sind die Boxen zwar nicht perfekt, doch machen sich die leichten Unregelmäßigkeiten in der Übertragungsfunktion im Hörtest kaum bemerkbar. Der Bipol-Lautsprecher zeigt typische Welligkeiten, die von den parallel betriebenen Doppel-Mono-Bestückungen herrühren (nicht abgebildet).
Fazit
Das Schöne am Focal-Set: Es bringt nicht nur die nötigen Eigenschaften eines erstklassigen Heimkinos wie Dynamikpotenzial, Sprachverständlichkeit und homogene Rundumbeschallung mit, sondern wird dank neutraler tonaler Wiedergabe auch in audiophilen Zwei-Kanal-Zirkeln Anklang finden. Das ist Premium-HiFi und -Surround.
Das Focal-Set in Bildern 1 von 5
Das Focal-Set in Bildern
Focal Electra 1038, CC 1008, SR 1000 und SW 1000 für 17.000 Euro.
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