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Volker Straßburg

24. Oktober 2008
Wenn Räume traumhaft klingen: Tuning-Spezialisten im Porträt Bild vergrößern 624 623 http://img2.magnus.de/Report-Die-besten-Tuning-Spezialisten-der-Republik-Teil-3-r624x623-C-99f5fc4-6418034.jpg
Wenn Räume traumhaft klingen

Tuning-Spezialisten im Porträt

Sie verbessern das Bild, optimieren den Klang, zaubern schlicht das Beste aus Geräten und Räumen hervor – die Supertuner der Republik. Magnus stellt Ihnen die großen Vier in einer Serie vor und gewährt Einblicke in das Schaffen der Profis.

Ich bringe Räume zum klingen

Es klingt nach einem Widerspruch in sich: Räume hören sich erst gut an, wenn man sie zum Schweigen bringt. Thomas Fast hat sich der hohen Kunst der feinen Schwingungen verschrieben.

Begegnet man Thomas Fast zum ersten Mal, kann das einem ein wenig Angst machen. Der Mann pulsiert förmlich vor Energie, seine Kraft erfasst das Gegenüber mit Wucht. Seine wachen Augen durchdringen die Menschen, aber sie "schneiden" nicht. Das sieht man bereits seinem Konterfei an.

Alle Berührungsängste verfliegen, wenn Fast mit dem Gesprächspartner mit seiner so robusten wie von Herzen kommender Art einen Satz gewechselt hat. Sein Lächeln gewinnt, der Mann hat Charisma. Spätestens jetzt ist klar: Fein-Tuning und ausgeklügelte Raumakustik können richtig Spaß machen.

Vergnügen und vollen Einsatz verbindet Thomas Fast tatsächlich auf überzeugende Weise. "Akustik ist für mich nicht nur ein Job. Daher bin ich erfolgreich," sagt er offen. Woraus sein Job eigentlich besteht, verstehen Menschen aber nicht immer auf Anhieb. Zum Glück ist der Stuttgarter Berufs-Tuner um Worte nie verlegen: "Ich bringe Räume zum Klingen."

Das wissen inzwischen viele Musikfreunde und ebenso Fachhändler. Und wer je die Chance hatte, Fasts wundervollen Altbau im beschaulichen Canstatter Kern zu besichtigen und dort eine Musiksession erlebt hat, versteht, warum Fast zum Überzeugungstäter wurde.

Wenn er in Sachen Klang loszieht, sieht das folgendermaßen aus: Ein kleiner Transporter fährt vors Haus, vollgepackt mit Mess-Equipment und Dämpfungsmaterialien. Dann beginnt er, den Raum en detail zu optimieren, der dem Musikhören oder ausgefeiltem Kinosound gewidmet sein soll.

Mit futuristisch anmutendem, 20.000 Euro teuren Mess-Equipment samt "Dodekaeder"-Lautsprecher, Beschleunigungsaufnehmer und Generatoren ermittelt er exakt die Nachhallzeiten des Raums in Abhängigkeit zur Frequenz, aber auch die Wechselwirkungen des Schalls mit einzelnen Möbelstücken darin.

Sein Ziel ist, unerwünschte Überlagerungen und Verstärkungen des Schalls auszumerzen. So schält er den sauberen, klaren Klangkern aus unpassend wummernden Bässen oder Resonanzen heraus. "Die Beeinflussungsmöglichkeiten sind gigantisch", erläutert Thomas Fast. Man könne den Klangcharakter der spielenden Anlage auf diese Weise grundlegend beeinflussen – und deutlich verbessern.

Report: Die besten Tuning-Spezialisten der Republik / Teil 3
Bild vergrößern 937 1277 http://img3.magnus.de/Report-Die-besten-Tuning-Spezialisten-der-Republik-Teil-3-r937x1276-C-6ae2f475-29659998.jpg Erlebniswelten: Wenn Thomas Fast loslegt, klingen Räume danach nicht nur besser – mit seiner positiven Energie zieht er die Menschen um sich in den Bann.

Erlebniswelten: Wenn Thomas Fast loslegt, klingen Räume danach nicht nur besser – mit seiner positiven Energie zieht er die Menschen um sich in den Bann.

"Absorber" lautet hier das Zauberwort. Die von Thomas Fast konzipierten Schalldämpfer vermindern störende Nachhallzeiten im Raum. Je nach den Erfordernissen finden sie an den Wänden, in den Ecken oder auch an der Decke ihren Platz – praktisch und optisch unauffällig. Tipps, wo auf dem Boden ein dicker Teppich liegen sollte, gibt's dazu. Nicht nur in Wohnzimmern und Heimkinos turnt der Akustik- Fachmann auf solche Art wild umher. Er hat auch Messlabore, professionelle Hörräume und namhafte Tonstudios in Deutschland ausgestattet.

Nach etwa einem Tag sind Messungen und Optimierungsmaßnahmen meist abgeschlossen. Dann darf der Kunde seinen Raum so klingen hören, wie es im Optimalfall möglich ist – keinen Deut weniger. "Das ist lediglich ein Vorschlag." Denn nicht immer ist das Ideal erwünscht. Es gilt, die Ansprüche mit den optischen und den finanziellen Aspekten in Einklang zu bringen.

Obgleich das Portfolio von Fast Audio inzwischen Design-Absorber anbietet, die dem gestalterischen Element hohen Wert beimessen, möchte nicht jeder seinen Raum abgehängt sehen, wie es manchmal für den perfekten Klang ideal wäre.

Oft ist eine 80-oder 90-Prozent-Lösung ein gangbarer Kompromiss. Auf eine sofort hörbare Verbesserung gegenüber dem Ursprungszustand kommt es Fast an. "Die Leute sollen Gänsehaut bekommen, dann stimmt alles", strahlt Fast, und sein Charme nimmt einen gefangen. 1000 Euro erhält Thomas Fast für Anfahrt und Ausmessen des Raums und die Expertise des Meisters.

Die Absorber gibt's dann im Fachhandel, wo der Kunde dank des erhaltenen Messprotokolls seine passgenaue Lösung finden kann. Wie viel das kosten könnte und wie sich dabei der betroffene Raum darstellt, können Neugierige mit dem "Rechenservice online" auf der Fast-Audio-Homepage ausprobieren.

Dort findet man schnell auch die anderen Gebiete, denen sich Fast mit Hingebung widmet. So führt er schon viele Jahre eigene Kabel mit dem Ziel, für wenig Geld viel Qualität zu bieten. Den günstigen Strippen ist Fast bis heute treu. Bereits für 35 Euro pro Meter gibt es Stereokabel, hinter denen der Tuner voll und ganz steht.

Der Unterschied zu früher: Das Angebot wird von Edeladern ergänzt, die jedem Klangcharakter-Wunsch entsprechen sollen und bis zu 3000 Euro kosten können, pro Meter versteht sich. Das ist High-End für wahre Perfektionisten.

Report: Die besten Tuning-Spezialisten der Republik / Teil 3
Bild vergrößern 537 573 http://img3.magnus.de/Report-Die-besten-Tuning-Spezialisten-der-Republik-Teil-3-r537x573-C-fddd78c3-29660001.jpg Klangwelten: Die Absorber gibt es mit verschiedensten Bezügen und sie lassen sich unauffällig platzieren. Die Modelle rechts passen ideal in eine Raumecke.

Klangwelten: Die Absorber gibt es mit verschiedensten Bezügen und sie lassen sich unauffällig platzieren. Die Modelle rechts passen ideal in eine Raumecke.

Und hier sucht Fast Herausforderungen, erweiterte sein Portfolio um Accessoires und Elektronik fernab des Mainstreams. "Menschen wollen einmal in ihrem Leben auch das Besondere, sich nicht nur unterscheiden, sondern ihren eigenen Stil spüren." So will Fast mit HiFi-Bausteinen das Ausgefallene, das Großartige und Individuelle ermöglichen.

Da können auch Minischalen aus teuerstem Edelmetall ins Spiel kommen, die, richtig im Raum platziert, das Klangspektrum auf feine Weise erweitern sollen. Und das tun sie auch. Ob man das möchte, das muss jeder für sich entscheiden.

Aktuell feiert der Profi zehnjähriges Firmenjubiläum, 1998 machte er sich selbstständig. Gemeinsam mit seinem Ziehvater in Sachen Akustik Dr. Jörg Hunecke hatte er zuvor die ersten Absorber entwickelt und vertrieben. Den HiFi-Stachel aber bekam Fast bereits 1978 zu spüren. Damals startete seine Ausbildung und die unruhige Suche nach Klang. Die setzte sich auch im Privaten fort.

Alten Technologien lässt er noch heute den Vortritt. "Ich bin ein Vinyl-Junkie." Aus rund 5000 Schallplatten sucht er sich die eine Klassik-oder Jazz-LP aus, die am Abend im heimischen Musikraum spielt. Dann frönt er gern seinem zweiten großen Hobby, dem Kochen. Auch wenn er aus Zeitmangel nicht immer so recht weiß, wie er beides unter einen Hut bekommen soll.

Für eines nimmt er sich allerdings immer Zeit: seine 16-jährige Tochter. Die kreuzt nur allzu gerne mit Freunden in den väterlichen Hör-Gemächern auf, um Sound- und Heimkino-Sessions zu veranstalten. Das gibt Hoffnung auf eine Jugend, die Musikgenuss fernab datenreduzierter Files wieder ungefiltert und mit Gänsehautfaktor erleben möchte.

Kontakt:

Telefon: 0711-4808888
E-Mail: info@fastaudio.com
Homepage: www.fastaudio.com
Firmensitz: Stuttgart, Baden- Württemberg
Preise: Messun um 1000 Euro in Deutschand, Aufschläge in Österreich und der Schweiz
Absorber: ab 50 Euro



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