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© 2011 Sony Pictures Releasing GmbH
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Hintergrund
Rooney Mara - Ein zartes Pflänzchen
Schüchtern und zerbrechlich wirkt sie, wenn sie einem Reporter im Interview Rede und Antwort steht. Arme und Beine hält sie oft verschränkt, ein Fuß wippt stets nervös auf und ab - die gesamte Situation scheint ihr nicht zu behagen: Rooney Mara ist Hollywoods neues Fräuleinwunder, seit sie den Part der Lisbeth Salander in David Finchers Adaption von Stieg Larssons Roman "Verblendung" (Start: 12. Januar) ergattert hat. Während sie im Film die taffe, durch nichts einzuschüchternde Hackerin gibt, scheint Mara im wahren Leben noch in die Rolle des selbstsicheren Hollywood-Stars hineinwachsen zu müssen.
"Ich spreche nicht gerne über mich", gestand die 26-Jährige in einem Interview mit einer US-Zeitschrift. "Ich bin ein stiller Mensch und beobachte lieber, als dass ich gerne beobachtet werde. Es ist sehr ermüdend und seltsam, dauernd über sich selbst reden zu müssen. Das ist der merkwürdige Teil meines Jobs." - Eines Jobs, den die studierte Psychologin zuerst gar nicht haben wollte. Bis zu ihrem 19. Lebensjahr hatte Rooney Mara mit der Schauspielerei nicht viel am Hut. Erst durch ihre ältere Schwester, Kate Mara ("127 Hours"), und Filme wie "Vom Winde verweht" (1939) kam sie auf den Geschmack.
Um im Filmgeschäft Fuß zu fassen, zog sie schließlich zu Kate nach Los Angeles und erhielt mit ihrer Hilfe erste kleine Rollen. Kokurrenzdenken habe zwischen den Schwestern jedoch nie geherrscht, wie Mara im Gespräch mit einem Starmagazin erklärte: "Ich habe mich für völlig andere Dinge beworben als sie. Wir sind so verschieden, wir hätten uns nie für denselben Part beworben. Sie hat mich immer unterstützt." Nach einigen TV-Auftritten - unter anderem in "Emergency Room" und "Law & Order: Special Victims Unit" - folgte die erste große Kinorolle für die Tochter einer Maklerin und eines Football-Magnaten: Im Remake des Horror-Klassikers "Nightmare On Elm Street" (2010) spielte sie Nancy Holbrook, die regelmäßig von Freddie Krueger heimgesucht wird. Allerdings empfand Mara den Dreh nicht als Sprungbrett nach Hollywood. "Ich habe die Rolle so sehr gehasst, dass ich schon überlegt habe, ob ich die Schauspielerei aufgebe", gestand sie einmal in einem Interview.
Erst ihr Auftritt in David Finchers Drama "The Social Network", in dem sie die Ex-Freundin von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg verkörperte, sollte ihre Eintrittskarte in die Traumfabrik werden: Fincher war so angetan von seiner jungen Darstellerin, dass er sie beim Casting zu "Verblendung" etablierten Schauspielerinnen wie Natalie Portman ("Black Swan") und Scarlett Johansson ("Iron Man 2") vorzog. Die Wandlung, die Mara für die Rolle als Lisbeth Salander vollzog, war radikal: Ihre langen, dunkelblonden Haare wurden abgeschnitten und zu einer punkigen Kurzhaarfrisur gestylt, sie ließ sich mehrfach piercen und wirkt im Film deutlich schlanker als vor dem Dreh.
Ein zartes Pflänzchen
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Die dunkelblonde Mähne ist einer Punk-Frisur gewichen: Rooney Mara als Hackerin Lisbeth Salander in "Verblendung".
© 2011 Sony Pictures Releasing GmbH
Auch privat nahm Hackerin Lisbeth Einfluss auf die Jungschauspielerin, die am 17. April 1985 in Bedford, New York, geboren wurde. "Ich war vorher ein totales Girlie und habe mir dreimal überlegt, was ich anziehe. Ich trug Retro-Kleider mit Blumen und Pastellfarben", gab sie zu Protokoll. "Als Lisbeth musste ich mich wie ein Boy benehmen, und es hat abgefärbt. Seither kann ich morgens aus dem Bett rollen und streife mir das Erstbeste über, was mir in die Finger kommt. Meine neuen Lieblingsfarben sind Erdtöne und Schwarz."
Abgesehen von einer Vorliebe für gedeckte Farben sieht Patricia Rooney Mara, wie die Aktrice mit vollem Namen heißt, einige Parallelen zwischen sich und ihrer Filmfigur. "Was sie und ich wirklich gemeinsam haben, ist, dass wir uns anderen nicht sehr schnell öffnen und ihnen nicht sofort vertrauen. Sie vebringt ihre Zeit am liebsten allein - genau wie ich", erzählte sie in einem Videointerview. So ganz mag man ihr das nicht glauben, engagiert sich Mara doch bereits seit vielen Jahren für die Kinder und Familien im Kibera-Slum der kenianischen Hauptstadt Nairobi. Mit ihrer Hilfsorganisation "Faces Of Kibera" ünterstützt sie Waisen, die ihre Eltern durch HIV und AIDS verloren haben. Während ihre karitative Arbeit kein Geheimnis ist, bleibt Rooney Maras Privatleben eine große Unbekannte - mit Absicht, wie sie in einem Onlineinterview erklärte: "Ich bemühe mich, alles, was mich betrifft, Privatsache sein zu lassen. Es geht um meine Arbeit und den Film. Das ist interessant, nicht ich."