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31. Januar 2012
Völlig losgelöst: Das Wohnzimmer drahtlos vernetzen Bild vergrößern 404 242 http://img3.magnus.de/Das-Wohnzimmer-drahtlos-vernetzen-r404x242-C-625755f3-51205121.jpg © Josef Bleier, Stefan Rudnick, Hersteller, Archiv
© Josef Bleier, Stefan Rudnick, Hersteller, Archiv
Völlig losgelöst

Das Wohnzimmer drahtlos vernetzen

Keine lästigen Kabel mehr zwischen Fernseher, Verstärker, Lautsprecher und Tablet-PC: Das drahtlose Wohnzimmer wird immer mehr zur Wirklichkeit. Wir zeigen, was heute schon möglich ist.

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Auf Kabel zu Hause würde wohl jeder gern verzichten. Sie stören nicht nur das Auge, sondern können sich auch zu Stolperfallen entwickeln. In einem Wohnzimmer, das mit Heimkino-Equipment ausgestattet ist, sind Blu-ray-Player, Sat-Empfänger und Plattenspieler per Kabel mit dem AV-Receiver verbunden. Der wiederum schickt das Bild per HDMI zum Fernseher, der an der Wand hängt, oder quer durch den Raum zum Projektor, der von der Decke aus auf die Leinwand strahlt.

Zusätzlich laufen Lautsprecherkabel nicht nur zu den verhältnismäßig nah platzierten Frontboxen, sondern auch zu den Rücklautsprechern, die häufig am anderen Ende des Wohnzimmers für Surround-Sound sorgen. Schließlich existiert noch das LAN-Kabel für die Anbindung ans Heimnetzwerk, das an der Wand entlang zum Router führt, der im Arbeitszimmer steht.

Doch all diese Strippen sind nicht zwingend erforderlich. Abgesehen von den Kabeln für den Strom, für dessen Transport bislang noch keine echte Alternative gefunden wurde.

Am leichtesten lassen sich Netzwerkkabel ausrangieren. Denn kaum ein Router baut heute nur noch ein kabelgebundenes Heimnetz auf. Nahezu jedes Gerät funkt auch per WLAN. Und ist der Fernseher, Player oder AV-Receiver mit keinem WLAN-Modul ausgestattet, lässt sich der Mangel leicht beheben.

Viele Hersteller bieten als optionales Zubehör USB-Dongles zum Preis von 70 Euro und mehr an, die den drahtlosen Zugang zum Heimnetz aufrüsten. Falls Ihnen diese Dongles zu teuer sind oder für Ihr Produkt nicht existieren: Es gibt LAN-auf-WLAN-Adapter, die sich universell einsetzen lassen. Diese kleinen Boxen verbinden sich per LAN-Kabel mit dem netzwerkfähigen Gerät und funken per WLAN zum Router.


Schneller und weiter

Um hochauflösende Filme aus dem Internet oder vom Computer im Heimnetzwerk zu streamen, muss genügend Bandbreite für den Transport zur Verfügung stehen. Deshalb ist es wichtig, dass Router und das netzwerkfähige Gerät den WLAN-n-Standard unterstützen. Damit erreichen Sie heute mit Fernseher, Player & Co. Brutto-Datenraten von bis zu 300 Mbit/s. Steht der Router zu weit entfernt oder sind massive Wände dazwischen, kann der Empfang erheblich leiden.

In diesem Fall helfen etwa WLAN-Range-Extender wie der AVM FRITZ!WLAN Repeater 300E. Dieser Helfer funkt selbst zu dem netzwerkfähigen Gerät und leitet die Signale per LAN oder WLAN zum Router weiter. Optimale Übertragungsraten lassen sich mit WLAN-Extendern jedoch nur schwer erreichen.

Eine Alternative stellt Powerline dar: Diese Technik sendet Netzwerk-Daten über die Stromleitung. Zwar sind hier noch Kabel vom Powerline-Adapter in der Steckdose zum Gerät notwendig. Dafür sind mit Adaptern ab einer Übertragungsrate von 200 Mbit/s genügend Reserven vorhanden, um auch in entfernte Räume HD-Videos zu streamen.

Doch in einigen Fällen will man nicht nur auf die Videos, Fotos und Musik zugreifen, die im Heimnetz auf dem Computer liegen. Vielleicht soll der Fernseher als Bildschirm des Rechners genutzt werden:

  • um Internet-Inhalte anzuzeigen, weil der Fernseher kein eigenes Web-Portal besitzt,
  • um Live-Streams im Web-Browser zu verfolgen, die der Fernseher über seinen eingebauten Web-Browser nicht anzeigen kann, weil der keine Flash-Videos unterstützt,
  • oder weil man E-Mails lieber von der Couch im Wohnzimmer beantwortet als vom PC am Schreibtisch.

Dafür existieren verschiedene Lösungen. Philips etwa legt seinen aktuellen Fernsehern eine PC-Software bei, um über das Netzwerk den Bildschirm des Computers auf den TV zu beamen.

Mit dem HDMI-WLAN-Adapter Auvisio PC2TV 720p erhält jeder Fernseher mit HDMI-Eingang diese Funktion. Das kleine schwarze Kästchen empfängt dabei nicht nur die Bild- und Toninformationen vom Computer. Es besitzt auch eine USB-Schnittstelle, an der man für die Arbeit am Rechner eine Maus oder Tastatur anschließen kann.



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