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Video-HomeVision Andreas Stumptner


Andreas Stumptner | Profil | Kontakt

27. August 2010
SO GESEHEN: Vorsicht, Schmuddel-3D! Bild vergrößern 937 586 http://img4.magnus.de/image-r937x586-C-768f0b57-37048116.jpg © Panasonic
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SO GESEHEN – die Web-Kolumne von Video-HomeVision

Vorsicht, Schmuddel-3D!

3D-TV ist die Techologie der Zukunft. Wer es einmal gesehen hat, weiß: Die neuen Fernseher und Blu-ray-Player sind spitze. Doch um mehr Verbraucher dafür zu begeistern, ist auch eine ansprechende Präsentation im Handel nötig. Doch hier hapert es teilweise noch extrem. So gesehen ein großes Manko.

Neulich in einem namhaften Elektro-Discounter ganz in meiner Nähe: Mal sehen, denke ich mir, wie das zarte Pflänzchen 3D-Fernsehen im Handel gedeiht, am so genannten Point of Sale, wo Sie und ich demnächst einige tausend Euro latzen sollen, damit die fulminanten Verkaufsprognosen der Marktforscher auch in Erfüllung gehen. 40.000 3D-Fernseher sind Land auf Land ab seit Markteinführung im Frühjahr schon verkauft worden – immerhin ein Anfang.
 
Doch deren Käufer müssen entweder aufgeklärte Video-HomeVision-Leser gewesen sein, die dank ausführlicher Tests im Magazin vor Ort auf unnötiges Ausprobieren verzichtet haben (gute Beratung in diesem Laden wäre wahrscheinlich sowieso Glücksache gewesen…). Oder es waren Early Early Adopter, also diejenigen Freaks, die stets ohne Rücksicht auf Verluste (insbesondere im eigenen Geldbeutel) die neueste Technik nach Hause holen.
 
Sonst hätten diese werten Herrschaften vermutlich nach dem ersten Schrecken kehrt gemacht. Denn auf die „3D-Welt“ besagten Handelshauses stößt man zwar direkt beim Betreten der riesigen Flachbildausstellung, oder anders gesagt: Man kommt an Ihr nicht vorbei. So weit, so gut. Doch bekanntlich zählt beim Kennenlernen immer der erste Eindruck. Und der war hier alles andere als prickelnd. Zwar flimmerten über mehrere Fernsehflundern munter 3D-Filme. Doch schon das Aufsetzen der immerhin funktionierenden, aber doch von den Fingern zahlloser Kunden absolut verklebten und verschmierten Shutterbrille sorgt für ein Schmuddelgefühl, dass die ambitionierte 3D-Technik keinesfalls verdient hat. Und das helle Spotlight, mit dem die 3D-Sektion ins „rechte Licht“ gerückt wurde, sorgt auch noch dafür, dass man beim Blick auf die Bildschirme weniger 3D, denn irres Flackern wahrnimmt. Zweifflos eine kleine Tücke der neuen Technik, die zuhause aber bei gedämpften Umgebeungslicht nicht ins Gewicht fällt.  Im Laden vor Ort hat sich damit jedoch scheinbar niemand ernsthaft auseinandergesetzt.

Wie man es nicht macht
 
Welcher Eindruck bleibt? Verschmutzte Brillen, flackerndes Licht – also nichts, was den Drang, zwei- oder dreitausend Euro in einen 3D-Fernseher zu investieren, ernsthaft erhöhen würde. Das ist sehr schade, aber wenigstens ein gutes Beispiel, wie man es nicht macht. 3D ist cool, neu, und ein tolles Unterhaltungserlebnis. Nahezu jeder, der 3D-Fernsehen einmal richtig (!) vorgeführt bekommen hat, sagt nach wenigen Minuten: „Das will ich auch.“ Bei meinem Elektrodiscounter um die Ecke dürfte dieser Satz dagegen eher selten zu hören sein.
 
Andreas Stumptner, Video-HomeVision



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